Effizient, profitabel und zuverlässig

Eine Vielzahl von Anlagentypen für individuelle Anforderungen

Folien-Streckanlagen


Zur Herstellung hochwertiger flexibler Kunststoff-Folien hat sich der biaxiale Streckprozess auf entsprechenden Anlagen durchgesetzt. In einem Längs- und einem (zumeist) nachfolgenden Querstreckprozesses werden die Kunststoffmoleküle so ausgerichtet, dass sich ihre Morphologie maßgeblich verändert. Durch die Veränderung der Molekularstruktur erhalten die Folien ein breites Spektrum vorteilhafter Eigenschaften bei gleichzeitiger Verringerung der Foliendicke. Im Vergleich mit anderen Verpackungsmaterialien haben verstreckte Folien ein geringes Gewicht, sind energieeffizient herstellbar und weisen so den geringsten CO₂-Fußabdruck bei der Herstellung auf. 

Die Verstreckung von Kunststofffolien kann monoaxial, sequentiell biaxial oder simultan biaxial erfolgen. Bei sequenziellen Anlagen wird eine extrudierte „Vorfolie“ zuerst über ein Walzensystem in Längsrichtung gestreckt. Anschließend wird diese längsgestreckte Folie in einer ofenähnlichen Vorrichtung in Querrichtung gestreckt. Dies ist die bei weitem am häufigsten verwendete Streckmethode. Bei der Simultan-Technologie wird die Folie gleichzeitig in beide Richtungen gestreckt. Dieses spezielle Verfahren kommt beispielsweise für ultradünne Folien mit Stärken von wenigen Mikrometern zum Tragen.  

Das Prinzip des sequentiellen
Streck-Prozesses

  1. 01

    Extruder

    Das Extrusionssystem ist für das Schmelzen und Homogenisieren von Rohmaterial und Additiven verantwortlich, um einen konstanten und kontinuierlichen Schmelzefluss zu gewährleisten. Darüber hinaus ist es wichtig, eine stabile Schmelztemperatur und einen stabilen Druck sicherzustellen. Je nach Anwendung werden für die Folienherstellung Einschneckenextruder, Doppelschneckenextruder oder Kaskadenextruder eingesetzt.

  2. 02

    Folienabzugsmaschine (Casting)

    An der Folienabzugsmaschine wird die Schmelze sofort nach Austritt aus der Extrusionsdüse über eine wassergekühlte Walze und - je nach Polymer - einem zusätzlichen Wasserbad gekühlt, wodurch eine unverstreckte Vorfolie entsteht, der sogenannte Cast Film. Eine möglichst schnelle und gleichmäßige Abkühlung beider Seiten der Folie ist Voraussetzung für eine gleichmäßige Folienqualität.

  3. 03

    MD

    Die Längsreckmaschine, oder MDO, verstreckt den Cast Film in die Länge, und zwar in Maschinenrichtung, Faktor bis 1:9. Dies erfolgt durch Erhöhung der Walzengeschwindigkeit in Produktionsrichtung. Alle Walzen werden über getriebelose Elektromotoren direkt angetrieben. (Dieser Anlagenteil entfällt beim simultanen Streckverfahren.)

  4. 04

    TD

    Um die Folie quer zur Maschinenrichtung zu verstrecken, wird sie mit Greifvorrichtungen, den Kluppen, an den Rändern fixiert. Diese Kluppen sind mit einer Kette verbunden und laufen auf beiden Seiten auf Führungsschienen, die in Anlagenrichtung divergieren, was die Verstreckung der Folie in die Breite zur Folge hat, im Streckverhältnis bis 1:10. 

  5. 05

    Abzugsständer (Pull Roll)

    Nach der TDO verlässt der Film das Kluppensystem. Die Folie ist am Rand dicker und weist Markierungen von den Kluppen auf, dementsprechend werden die Ränder im Abzugsständer abgetrennt und dem Prozess wieder zugeführt. In diesem Anlagenteil wird zudem die Oberfläche behandelt, damit eine optimale Weiterverarbeitung (Bedrucken, Metallisieren, Laminieren) gewährleistet ist.

  6. 06

    Wickler (Winder)

    Ein Wickler mit automatischer Anlege- und Schneideinrichtung wickelt die Endfolie zu grossen Rollen auf. Ein automatisches Anwickelsystem stellt die unterbrechungsfreie Produktion sicher.

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